Kai Hutmacher übernimmt Traineramt Trainerwechsel bei der 1. Mannschaft

Der SuS Lünern ist mit großen Ambitionen in die Saison der Kreisliga B gestartet, die in vier Spielen noch nicht erfüllt wurden. Jetzt hat der Vereine eine Trainerentscheidung getroffen. Vier Spiele hat der Traditionsverein aus dem Unnaer Osten in der Corona Saison erst in der Kreisliga B (2) ausgetragen und gerade einmal fünf Punkte geholt. Mit einem Sieg und zwei Unentschieden bei einer Niederlage rangieren die Grün-Weißen auf einem nicht gerade zufriedenstellenden zehnten Platz.

Viel ist in diesen durch das Coronavirus krisengebeutelten Wochen von allen Vereinen nicht zu erwarten. Dennoch gibt es in Lünern jetzt eine richtungsweisende Trainerentscheidung: Uwe Hawes muss sein Traineramt aus gesundheitlichen Gründen abgeben und steht bis auf Weiteres dem Verein nicht zur Verfügung. Einen Nachfolger hat der Vorstand aber glücklicherweise rasch gefunden: Routinier Kai Hutmacher wird den Posten hauptverantwortlich übernehmen und weiterhin mit Co-Trainer Adri Brugman die kommenden Aufgaben steuern. „Ich musste nicht lange überlegen, als ich gefragt wurde, ob ich das machen möchte“, ist der Job für den 32-Jährigen eine Ehrensache. „Ich kenne Uwe Hawes seit einer gefühlten Ewigkeit und musste nicht zögern.“

Und so geht der Zollbeamte in seine erste Trainertätigkeit bei einem Verein. Und dennoch verfügt er schon über eine gewisse Erfahrung, denn immerhin durfte er beim SV Holzwickede in der Westfalenliga schon unter Ingo Peter und in Mühlhausen mit Landesliga-Trainer Hartmut Sinnigen trainieren. „Da habe ich mir einiges abgeschaut“, sagt der Neu-Coach, der auch unter Peter Suchy, Adrian Ruzok (damals Trainer in Frömern) und Uwe Hawes selbst einiges gelernt habe.

„Ich will eine klare Spiel-Idee entwickeln und zusammen mit der Mannschaft taktisch gut aufgestellt und vor allem diszipliniert in eine Richtung gehen. Danach werden wir das Training ausrichten“, fasst Kai Hutmacher seine sportliche Zielsetzung zusammen. Keine Frage: „Wir verfügen über eine hohe Qualität in der Mannschaft und müssen eigentlich nicht da stehen. Wir wollen zurück in die Kreisliga A.“

Viele Ausfälle belasten den SuS Lünern zum Saison Start

Die Gründe, warum es aber aktuell noch nicht nach Aufstieg aussieht, hat der Routinier schon ausgenmacht: „Es waren vor allem die krankheits- und verletzungsbedingten Ausfälle ab September vergangenen Jahres, weshalb wir keinen besseren Start hinlegen konnten.“ Da erkrankte zunächst Andre Holl schwer. Dann zog sich dessen Bruder Marian Holl einen Mittelfußbruch zu. Peter Reimer fiel mit Kreuzbandriss aus und auch der Stammtorhüter Coskun Gökce musste ersetzt werden.

TrainerlizenzenSeit gut vier Wochen befinden sich die Spieler beim SuS Lünern nun wieder im regelmäßigen Training. In Zweier Gruppen sind es vor allem Laufeinheiten, die die Kicker absolvieren. „Wir wollen ja irgendwie das Mannschaftsgefühl nicht verlieren“, erklärt Hutmacher. Über Videos und Screenshots werden die Trainingsabschnitte dokumentiert und dem Coach zugesendet. Der ist teils sogar überrascht: „Einige legen sogar Extraschichten ein, die sind fitter als zuvor“.

Wofür sich der Schweiß im Sport-Lockdown am Ende lohnt, vermag aber auch er nicht zusagen. „Nichts ist unmöglich, aber ich denke, dass wir vor März/April nicht wieder anfangen. Auch ein Saisonabbruch ist möglich“, sagt der SuS Trainer. Sollte die Spielzeit tatsächlich abgebrochen werden, dann wünscht er sich allerdings eine frühere Wiederaufnahme des Spielbetriebs als August. Hutmacher: „Wir müssen die Amateurfußballer auch bei Laune halten“.

 

Quelle: Hellweger Anzeiger 04.01.2021 – von Thorsten Teimann